Gastbeitrag von Manuela Gloor von UmbruchBox, Expertin für barrierefreie Dokumente:
Barrierefreie Dokumente mit InDesign: Einfach starten, viel erreichen
Barrierefreiheit klingt oft nach viel Aufwand und komplizierten Vorgaben. Die gute Nachricht: Bereits mit wenigen Schritten in Adobe InDesign kannst du die Grundlage für zugängliche und barrierefreie PDFs schaffen.
Du musst nicht von Anfang an alles perfekt machen. Schon kleine Anpassungen im Quelldokument können einen grossen Unterschied bewirken und dazu beitragen, digitale Inhalte für mehr Menschen zugänglich zu machen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung im Video
In diesem Beitrag fasse ich die wichtigsten Inhalte aus dem Video für dich zusammen. Wenn du sehen möchtest, wie die einzelnen Schritte direkt in InDesign umgesetzt werden, findest du weiter unten das passende Video. Wichtig ist vor allem eins: Einfach anfangen. Jeder Schritt zählt.
Absatzformate und Struktur
Absatzformate konsequent verwenden
Das Arbeiten mit Absatzformaten gehört zu den wichtigsten Grundlagen in InDesign und bildet die Basis für zugängliche Dokumente.
Verwende Absatzformate konsequent für Überschriften, Fliesstexte, Listen und weitere Inhalte, anstatt Schriftgrössen oder Schriftarten manuell zu vergeben. Achte dabei auf eine gut lesbare Schriftgrösse, ausreichenden Zeilenabstand und gute Farbkontraste.
Zusätzlich solltest du in den Absatzformaten die passende Exportkennzeichnung definieren. Weise dem Fliesstext beispielsweise den PDF-Tag «P» zu und ordne Überschriften den entsprechenden Tags wie «H1», «H2» oder «H3» zu.
Diese Strukturinformationen werden später ins PDF übernommen und dienen assistiven Technologien als wichtige Orientierungshilfe.
Fliesstext mit dem richtigen PDF-Tag auszeichnen
Der Fliesstext muss im PDF richtig gekennzeichnet werden. Weise dem Fliesstext den PDF-Tag «P» zu. Das «P» steht für Absatz und sorgt dafür, dass der Inhalt später als zusammenhängender Text erkannt wird.
Wichtig ist ausserdem, dass alle Fliesstexte konsequent mit dem passenden Absatzformat verknüpft sind. Nur so werden die Strukturinformationen sauber ins PDF übernommen.
Zusammen mit den Überschriften-Tags bildet der P-Tag die Grundlage für eine klare und zugängliche Dokumentstruktur.
Überschriften logisch strukturieren
Eine klare Überschriftenhierarchie verbessert die Orientierung im Dokument und sorgt für eine nachvollziehbare Struktur.
Weise den Überschriften in den Absatzformaten unter Tagsexport den entsprechenden PDF-Tag wie «H1», «H2» oder «H3» zu.
Achte darauf, Überschriften logisch aufzubauen und keine Ebenen zu überspringen. Auf eine H1 sollte also immer eine H2 folgen – nicht direkt eine H3.
Für Menschen, die mit einem Screenreader arbeiten, sind Überschriften wichtige Navigationselemente und helfen dabei, Inhalte gezielt anzusteuern.
Wenn du tiefer in das Thema barrierefreie Dokumente einsteigen möchtest, findest du weitere hilfreiche Beiträge im Blog von Mira D’Souza. Ergänzend findest du auf meinem YouTube-Kanal Umbruch neu denken – barrierefrei weitere praxisnahe Beispiele aus InDesign.
Inhalte korrekt auszeichnen
Listen als echte Listen erstellen
Erstelle Aufzählungen und nummerierte Listen immer mit den Listenfunktionen von InDesign. Manuell eingegebene Bindestriche, Nummerierungen oder Tabulatoren werden von assistiven Technologien nicht zuverlässig erkannt.
Wähle den passenden Listentyp und stelle sicher, dass der Tag-Export auf «Automatisch» gesetzt ist. Nur so werden Listen im PDF korrekt ausgezeichnet.
Echte Listen sorgen dafür, dass die Struktur des Dokuments erhalten bleibt und Informationen besser erfasst werden können.
Bilder mit Alternativtext versehen
Inhaltlich relevante Bilder benötigen einen Alternativtext. Dieser beschreibt den Inhalt des Bildes für Menschen, die zum Beispiel einen Screenreader verwenden.
Den Alternativtext hinterlegst du direkt in den Objektexportoptionen von InDesign.
Handelt es sich um rein dekorative Elemente, kannst du diese als Artefakte beziehungsweise aussertextliche Elemente kennzeichnen.
Tabellen korrekt aufbauen
Verwende für Tabellen immer die integrierten Tabellenfunktionen von InDesign.
Definiere ausserdem die erste Zeile als Tabellenkopf, damit Zusammenhänge zwischen Zeilen und Spalten korrekt erkannt werden können. Das erleichtert die Orientierung und verbessert die Nutzung mit Screenreadern.
Lesereihenfolge und Export
Die Lesereihenfolge festlegen
Besonders bei komplexeren Layouts mit mehreren Spalten oder Bildern ist die Lesereihenfolge wichtig.
Nutze das Artikel-Panel in InDesign, um festzulegen, in welcher Reihenfolge die Inhalte später vorgelesen werden. Achte dabei darauf, dass im Bedienfeldmenü die Option «Für Tagging-Reihenfolge in PDF mit Tags verwenden» aktiviert ist, damit sie beim Export ins PDF übernommen werden.
Eine sinnvolle Lesereihenfolge trägt entscheidend zur Zugänglichkeit deines PDFs bei.
Dokumenttitel und PDF-Export
Bevor du dein PDF exportierst, solltest du einen aussagekräftigen Dokumenttitel in den Dateiinformationen hinterlegen. So wird später im PDF nicht nur der Dateiname angezeigt, sondern ein aussagekräftiger Titel.
Exportiere dein Dokument als «Adobe PDF (interaktiv)» und aktiviere unbedingt die Optionen «PDF mit Tags erstellen» und «Struktur für Aktivierreihenfolge verwenden».
Lege ausserdem die Dokumentsprache fest und stelle sicher, dass der Dokumenttitel im PDF verwendet wird.
Auf einen Kennwortschutz solltest du möglichst verzichten, da dieser die Zugänglichkeit einschränken kann.
Einfach anfangen – jeder Schritt zählt
Barrierefreie PDFs entstehen nicht erst beim Export. Wer bereits in InDesign auf eine saubere Struktur, echte Listen, aussagekräftige Alternativtexte, korrekt aufgebaute Tabellen und eine sinnvolle Lesereihenfolge achtet, legt den Grundstein für ein zugängliches Dokument.
Natürlich ist damit noch nicht jedes PDF automatisch vollständig barrierefrei. Aber wenn du diese Grundlagen von Anfang an berücksichtigst, erhältst du bereits ein barrierearmes PDF und reduzierst den Aufwand für die spätere Nachbearbeitung erheblich.
Und das Wichtigste: Warte nicht darauf, alles perfekt zu machen. Beginne mit den Grundlagen. Jeder Schritt zählt und bringt dich deinem Ziel eines barrierefreien PDFs ein Stück näher.
Video: Barrierefreie Dokumente mit InDesign
Transkript zum Video:
Zeit 00:00:00:14 – 00:00:32:05
Barrierefreie PDFs beginnen nicht erst beim Export. Die wichtigsten Grundlagen werden bereits viel früher gelegt. Direkt in deinem Quelldokument. Und die gute Nachricht ist du musst nicht von Anfang an alles perfekt machen. Schon wenn du einige grundlegende Schritte in InDesign berücksichtigst, erhältst du ein deutlich zugängliches PDF. Anhand dieser kleinen Beispieldatei zeige ich dir die wichtigsten Grundlagen, die du direkt in InDesign umsetzen kannst.
Zeit 00:00:32:11 – 00:01:06:08
Bevor wir loslegen, noch ein kurzer Hinweis. Ich habe die verschiedenen PDFs-Tags in diesem Beispiel direkt im Layout eingeblendet. Diese Hinweise dienen nur zur Veranschaulichung. Im fertigen Dokument sind sie natürlich nicht sichtbar. Am besten denkst du die Struktur bereits beim Erstellen des Dokuments mit. Was ist eine Überschrift? Was ist Fließtext? Wo beginnt eine Liste oder eine Tabelle? In InDesign ordnen wir diesen Elementen anschließend die passenden PDF-Tags zu.
Zeit 00:01:06:10 – 00:01:30:06
Diese Struktur wird später ins PDF übernommen und dient assistiven Technologien als Orientierungshilfe. Ähnlich wie Wegweiser, die durch das Dokument führen. Beginnen wir mit den Absatzformaten. Das Absatzformat ist das wichtigste Werkzeug, was du in InDesign zur Erstellung von zugänglichen PDFs brauchst.
Zeit 00:01:30:08 – 00:02:02:08
Da habe ich ja eben jetzt diese Hinweise schon mal visuell dargestellt und jetzt müssen wir entsprechend diesen Textteilen, auch in den Absatzformaten, die Tags zuweisen. Und das machen wir jetzt. Ich beginne mit dem normalen Fließtext. Dazu habe ich natürlich schon die Absatzformate soweit vorbereitet. Die grundlegenden Sachen wie die Schriftfamilie, den Schriftschnitt, Zeilenabstand, das ist natürlich immer abhängig von deinem Dokument, von deinem Projekt.
Zeit 00:02:02:09 – 00:02:43:21
Wichtig dabei ist nehme einfach auch eine eher größere Schrift. Achte auf den Zeilenabstand, dass dieser 1,5 mal größer ist als deine Schrift aus deiner Schriftgrösse. Das ist einfach sehr wichtig und achte auch immer auf den Farbkontrast. Also nehme nie eine zu helle Schrift zum Hintergrund, damit einfach der Kontrast eingehalten wird. Das überlasse ich jetzt aber dir. Das wichtigste ist, damit auch die Tags danach ins PDF übernommen werden, ist immer, dass du entsprechend bei den Absatzformaten die Tagsexport hinterlegst.
Zeit 00:02:43:22 – 00:03:12:18
Und zwar, weil wir jetzt hier den normalen Fließtext machen, ist hier wichtig, dass du hier unten bei PDF Tag den P-Tag definierst, weil das ist wichtig für einen Fließtext. Wenn du das gemacht hast, kannst du hier mit okay bestätigen. Natürlich ist es dann auch wichtig, dass jeder Fließtext, den du in deinem Dokument hast, entsprechend mit dem Absatzformat hier mein Name Grundtext verknüpft ist.
Zeit 00:03:12:19 – 00:03:44:16
Ich gehe das mal durch. Hier haben wir noch einen Absatz. Dann haben wir hier ist immer wieder mit dem richtigen Absatzformat verknüpft. Das ist schon mal gut. Dann gehen wir mal als nächstes zu den Überschriften. Die Überschriften haben ja verschiedene Hierarchien. Dort ist es einfach auch grundsätzlich wichtig, dass du nie eine Hierarchie überspringst. Also das heißt, nach einer Überschrift H1 darf nie eine Überschrift der Ebene drei folgen.
Zeit 00:03:44:17 – 00:04:18:04
Da fehlt dann die H2. Und das ist wichtig, dass du einfach die Hierarchie in deinem Dokument berücksichtigst. Und dann machen wir mal zuerst die H1. Ich öffne wieder das Absatzformat. Ich gehe direkt zu den Tagsexport und hier ist es wichtig, dass du da bei der H1, also bei der Überschrift H1 die H1 definierst. So ist der Wegweiser gesetzt, dass ich die erste Überschrift der Ebene eins. Ich bestätige das mit okay.
Zeit 00:04:18:06 – 00:04:51:05
Dann ist es wirklich immer dasselbe. Bei der H2 Überschrift natürlich auch immer wieder die Schriftgröße, die Schriftfarbe, alles beachten, auch den Zeilenabstand. Wichtig ist hier wieder Tagsexport müssen wir da bei dieser Überschrift die H2 definieren? Weiter geht es natürlich mit der H3. Ich klicke da wieder drauf öffne dieses Absatzformat H3 und hier, wie soll es auch anders sein, die H3 definieren.
Zeit 00:04:51:07 – 00:05:22:01
Damit haben wir schon alle Überschriften definiert, was jetzt hier im Dokument vorkommen. Wichtig ist auch immer wieder die Kontrolle, dass die entsprechenden Überschriften natürlich mit dem Absatzformat verknüpft sind. Ich gehe da mal noch durch. Hier ist die H2. Fazit ist die H2. Genau. Dann gehen wir zu den Listen. Die Listen, die dürfen nie manuell erstellt werden. Also mache nie einen Strich mit Abstände und dann den Text.
Zeit 00:05:22:02 – 00:05:54:13
Das ist keine echte Liste und wird nicht korrekt im PDF ausgegeben als Liste. Also da fehlt dann wieder den assistiven Technologien den Wegweiser dazu. Das machen wir jetzt richtig. Natürlich habe ich hier auch schon das Absatzformat soweit mal vorbereitet. Das wichtigste bei den Listen ist, dass du hier unter Aufzählungszeichen und Nummerierungen entsprechend, die den Listen Typ wählst. Hier im ersten Beispiel ist es das Aufzählungszeichen.
Zeit 00:05:54:14 – 00:06:21:13
Dann kannst du hier die Aufzählungszeichen definieren, wie du es gerne haben möchtest. Wichtig ist jetzt wieder Wir gehen zum letzten Tagsexport. Hier ist es sehr wichtig, dass du da auf automatisch stellst, weil wir definieren die Liste schon in diesem Bereich. Bei Aufzählungszeichen und Nummerierungen. Dadurch ist es wichtig, dass hier automatisch ist. Damit kommt dann auch im PDF der Tagexport
Zeit 00:06:21:14 – 00:06:48:08
Nach dem Export kommt hier die den Listen Label. Also die Liste wird als echte Liste definiert sein. Bestätige dies mit okay. Jetzt muss ich natürlich hier das Absatzformat noch richtig definieren, dass es auch wirklich eine echte Liste ist, weil ich ja manuell zuerst erstellt habe. Dadurch lösche ich jetzt diese Striche und die Tabs, die brauchen wir nicht mehr.
Zeit 00:06:48:09 – 00:07:16:22
Und so ist es jetzt hier eine echte Aufzählungsliste. Dann habe ich hier noch im Dokument eine weitere Liste, eine Nummerierung. Da können wir eigentlich grundsätzlich gleich vorgehen. Auch wieder Aufzählungszeichen. Hier ist einfach einfach der Listentyp Nummerierung, den musst du einstellen und dann kannst du auch die Formate noch definieren, wie du das machst. Da gehe ich jetzt nicht näher darauf ein.
Zeit 00:07:16:23 – 00:07:44:17
Wichtig ist aber wieder bei Tagsexport, dass du auch hier auf automatisch stellst. Ich bestätige es mit okay. Definiere diese Aufzählung wieder richtig und auch hier muss ich meine manuell eingetragene Liste löschen, damit wirklich danach diese Liste als echte Liste im PDF erscheint.
Zeit 00:07:44:19 – 00:08:18:21
Das ist auch noch genau auch noch die Liste. So, jetzt ist es richtig so, diese beiden Listen sind jetzt als korrekte Listen definiert im InDesign. Wir gehen weiter. Wir haben da noch eine Tabelle. Auch die Tabelle muss an sich immer korrekt aufgebaut sein mit dem Werkzeug, was du in InDesign zur Verfügung hast. Also mache auch nie eine manuelle Tabelle mit Linien und Tabulatur usw, sondern benutze wirklich das Werkzeug Tabelle.
Zeit 00:08:18:22 – 00:08:40:16
Das findest du ja jeweils hier oben bei Tabelle. Hier kannst du eine Tabelle erstellen. Ich habe sie jetzt natürlich schon erstellt. Ich habe aber noch ein Tabellenformat. Damit es auch noch etwas schöner aussieht, habe ich dies schon vordefiniert. Und das allerwichtigste ist jetzt Jetzt haben wir eine Tabelle erstellt
Zeit 00:08:40:16 – 00:09:11:01
Das Allerwichtigste ist jetzt aber, dass wir der Tabelle eine Kopfzeile definieren. Das reichst du wie? und zwar du wählst die erste Zeile an, machst einen Rechtsklick und dann gehst du hier oder um wir umwandeln jetzt die erste Zeile aus Tabellen Kopfzeile um und das ist sehr wichtig für assistive Technologien, damit sie auch gut umgehen können mit den Tabellen.
Zeit 00:09:11:02 – 00:09:21:04
Das ist das einzige, was wir hier in InDesign machen können, dass du einfach die Kopfzeile definierst. Das ist der wichtigste Schritt dabei.
Zeit 00:09:21:07 – 00:09:24:20
Dann als nächstes ist natürlich noch das Bild.
Zeit 00:09:24:21 – 00:10:00:11
Dem Bild müssen wir einen Alternativtext hinterlegen. Das kannst du machen, indem du hier über Objekt, danach über Objektexportoptionen. Hier kannst du entsprechend unter Alternativtext den Alternativtext hinterlegen und wenn es ein Artefakt ist, also wenn es ein Schmuck Element ist, was nicht im PDF erscheinen soll, dann könntest du hier unter PDF mit Tags kannst du das ganze Element dann als außertextliches Element definieren.
Zeit 00:10:00:12 – 00:10:16:01
Haben wir jetzt aber in meinem Beispiel in meiner Beispiel nicht. Also einfach unter Alternativer Text hier den Alternativtext eintragen und dann ist das soweit definiert und erscheint dann auch im exportierten PDF.
Zeit 00:10:16:03 – 00:10:46:03
Zum Schluss lohnt sich noch einen Blick auf die Lesereihenfolge besonders in komplexen Layouts mit mehreren Textblöcken, Bildern oder Spalten kann die visuelle Reihenfolge von der tatsächlichen Lesereihenfolge abweichen. Nutze deshalb dazu das Artikel Panel. Das öffne ich jetzt. Das findest du sonst unter Fenster Artikel. Und hier haben wir das Artikel Fenster und da können wir nun die Lesereihenfolge definieren.
Zeit 00:10:46:04 – 00:11:14:09
Ich habe dieses Beispiel Dokument so aufgebaut mit einer mit zwei Textboxen und das separate Bild. Jetzt wollen wir, dass hier zuerst dies vorgelesen wird. Also kannst du dich einfach nehmen und mit der Maus ins entsprechende Fenster verschieben. Hier kannst du den Namen ändern, wenn du möchtest und sonst lässt du, lässt du ihn so wie er ist. Ich bestätige jetzt einfach mal mit okay, jetzt haben wir hier die erste Textbox drin.
Zeit 00:11:14:12 – 00:11:43:02
Natürlich wollen wir danach, dass dies vorgelesen wird. Also die zweite Textbox auch die, die ich einfach da unterhalb der ersten Textbox hin. Und wir wollen natürlich auch, dass das Bild noch im, also im Dokument vorgelesen wird. Auch das ziehen wir hierhin. Jetzt haben wir, die Lesereihenfolge definiert in InDesign selbst. Wichtig ist noch zu beachten, achte dass hier vorne immer ein Häkchen gesetzt ist.
Zeit 00:11:43:02 – 00:11:50:16
Das ist einfach auch wichtig, dass nachher alles im PDF erscheint. Dann haben wir das auch noch mal
Zeit 00:11:50:16 – 00:11:55:11
Und jetzt haben wir unser Dokument soweit für die Barrierefreiheit vorbereitet.
Zeit 00:11:55:15 – 00:12:27:18
Bevor du das PDF exportiert, solltest du noch einen Blick auf den Dokumenttitel werfen. Dieser kann in den Dateiinformationen hinterlegt werden und sorgt dafür, dass später ein aussagekräftiger Titel angezeigt wird, statt lediglich der Datei-Name. Das heißt du gehst jeweils. Bevor wir jetzt das Ganze exportieren, gehen wir noch unter Datei, Dateiinformationen und hier tragen wir den Dokumenttitel ein. Das ist sehr wichtig.
Zeit 00:12:27:19 – 00:12:38:24
Du bestätigst das wieder mit okay. Und jetzt können wir das PDF exportieren. Dazu gehst du wieder über Datei, Exportieren.
Zeit 00:12:39:01 – 00:13:10:21
Wir exportieren das PDF mit Adobe PDF interaktiv. Das stellst du ein. Du speicherst natürlich das PDF dort, wo du das gerne haben möchtest auf deiner Ablage. Wir gehen auf Sichern. Und jetzt kommen noch die wichtigen Einstellungen und zwar bei Allgemein ist es wichtig, dass diese beiden Häkchen, dass diese mal gesetzt sind. PDF mit Tags erstellen und Struktur für Aktivierreihenfolge verwenden.
Zeit 00:13:10:21 – 00:13:41:04
Diese müssen unbedingt aktiviert sein, wie du die Ansicht. Also ich habe es immer die Ansicht auf Seite anpassen Layout auf Standard. Das sind einfach noch die zwei Sachen, dann gehen wir bei Komprimierung. Hier kannst du natürlich selbst wieder einstellen, wie du das gerne magst. Sicherlich musst du auf die Auflösung achten, dass wenn du das PDF zum Download zur Verfügung stellst, auf deiner Webseite, dass das PDF auch nicht eine riesengroße Datenmenge hat.
Zeit 00:13:41:05 – 00:14:11:02
Das kannst du aber selbst entscheiden. Bei Erweitert ist es jetzt wichtig, dass wir hier den Dokumenttitel aktiviert haben. Das ist eben der, wo ich jetzt Bericht Sommer am See eingetragen habe. Und hier müssen wir noch die Hauptsprache, also auf Deutsch einstellen. Das ist auch noch sehr wichtig für assistive Technologien. Bei Sicherheit hättest du noch die Möglichkeit, das Dokument mit einem Kennwort zu öffnen.
Zeit 00:14:11:02 – 00:14:28:10
Das würde ich aber nie machen, denn das birgt auch wieder eine Barriere hervor, was ich einfach verhindern möchte. Und darum macht nie ein Kennwort auf dein Dokument. Ich exportiere nun das PDF.
Zeit 00:14:28:12 – 00:14:57:22
Jetzt ist das PDF exportiert und wir schauen uns mal an, also ignoriere einfach diese Hinweise, die die sind jetzt einfach noch zur visuellen Darstellung gedacht. Aber eben das ist natürlich dann nicht der Fall, dass wir so etwas im Dokument lassen. Ich öffne jetzt mal den Tag-Baum, Tags für Barrierefreiheit und wir schauen uns hier mal die verschiedenen Tags an, die wir ja im Absatzformat jeweils hinterlegt haben.
Zeit 00:14:57:22 – 00:15:27:12
Und das ist wirklich auch wichtig, dass du eine manuelle Prüfung machst. Und hier sehen wir, wir haben hier die H1, danach folgt die H2, den P-Tag, also den normalen Fließtext, die H3. Hier haben wir eine echte Liste erstellt. Also wir haben das also das Listentag, dann das Listen Item mit dem Listenlabel und dem Text dazu. Das ist wirklich jetzt eine echte Liste und richtig dargestellt.
Zeit 00:15:27:15 – 00:16:03:10
Hier haben wir wieder den Fließtext, die H3 P-Tag, eine Liste, wieder die echte Liste das ich so korrekt und muss unbedingt so gemacht werden. Dann schließe ich hier die erste Sektion. Wir gehen auf die zweite Seite, auch hier H2 einen Fließtext als P-Tag definiert die H3, P-Tag. Und hier haben wir die Tabelle. Und dadurch, dass wir jetzt die erste Zeile definiert haben als Kopfzeile, erscheint auf dieses als Table-Head.
Zeit 00:16:03:12 – 00:16:35:02
Also das ist auch korrekt getaggt, das ist wirklich wichtig und hier sind dann die nächsten, sind als Table-Data, also Datenzellen definiert. Diese Tabelle ist jetzt auch korrekt ausgezeichnet. Ich schließe das wieder. Hier haben wir dann die H2 und einem P-Tag nochmals zum Schluss und jetzt noch der Figure-Tag. Das ist schon mal richtig getaggt. Wir wollen jetzt aber noch schauen, ist es auch oder hat es auch den Alternativtext übernommen?
Zeit 00:16:35:03 – 00:17:07:09
Den findest du, wenn du diesen Tag an wählst mit Rechtsklick Eigenschaften. Und hier haben wir nun Sonnenuntergang hinter Bäumen an einem ruhigen See mit Spiegelung im Wasser. Also der Alternativtext wurde auch übernommen. Dann haben wir ja noch den Dokumenttitel definiert und zwar siehst du den jetzt hier oben Bericht Sommer am See. Wir ziehen nicht den Dateinamen, sondern der Dokumenttitel.
Zeit 00:17:07:11 – 00:17:32:05
Barrierefreie PDFs entstehen nicht erst beim Export. Schon mit wenigen grundlegenden Schritten in InDesign legst du die Basis für ein deutlich zugänglicheres PDF mit einer sauberen Struktur, logisch aufgebauten Überschriften, echten Listen, aussagekräftigen Alternativtexten, korrekt aufgebauten Tabellen und eine sinnvolle Lesereihenfolge.
Zeit 00:17:32:07 – 00:17:53:15
Natürlich ist damit noch nicht jedes PDF automatisch vollständig barrierefrei, aber wenn du diese Grundlagen von Anfang an berücksichtigst, erhältst du bereits ein barrierearmes PDF und reduzierst den Aufwand für die spätere Nachbearbeitung erheblich. Barrierefreiheit beginnt nicht am Ende des Prozesses.
Zeit 00:17:53:17 – 00:17:56:17
Sie beginnt bei der Dokumenterstellung.
Dieser Beitrag wurde von Manuela Gloor, Gründerin von UmbruchBox, verfasst. UmbruchBox unterstützt Unternehmen und Organisationen bei der Erstellung barrierefreier Dokumente und Webseiten – modern, klar und stimmig gestaltet, mit Blick auf Nutzerfreundlichkeit, Struktur und aktuelle Standards (WCAG, PDF/UA).